Ski-und Schlitteltag der 3. Oberstufe in Grüsch 2025
Schneesporttag, 27.2.2025 / Jahrgang 3
Es ist 15.30 Uhr. Fast alle Schülerinnen und Schüler stehen vor den drei Bussen und warten auf die Fahrt nach Hause zurück. Eine Schülerin allerdings hatte einen Umweg übers Kantonsspital Chur nehmen müssen. Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Dazu kamen mehrere Verstauchungen und ein angeknackster Fuss bei anderen Schülern. Das Gesäss tat den meisten ohnehin weh. Tönt nach dramatischen Momenten, ist aber eine vergleichsweise harmlose Bilanz. Es musste auch kein Heli angefordert werden wie auch schon. Natürlich ist es pädagogisch etwas speziell, gleich mit den wenigen Missgeschicken zu beginnen. Denn bei rund 95 Schlittlern - die meisten ziemlich ungeübt, dafür aber alle hochmotiviert und mit (Velo-) Helm - sind Stürze ja auch kaum zu vermeiden. Doch lernen Weininger Oberstufenschüler bekanntlich ja rasch und je länger der Tag dauerte, umso weniger purzelten die schlittelbegeisterten Schüler in den Schnee. Mit der Zeit wurde der Schnee auch etwas weicher, was das Tempo zusätzlich drosselte.
Zuerst aber hatte es um 07.15 Uhr in Weiningen noch so ausgesehen, als könnte das Wetter erneut nicht mitspielen. Dunkle Wolken hingen über dem Limmattal. Doch ganz weit im Osten konnte man bereits einen hellen Streifen erkennen, genau dort, wo wir mit unseren drei Bussen auch hinfahren wollten. Die Wetterprognosen hatten für unsere Skiregion zumindest trockenes Wetter angekündigt. Es kam dann aber viel besser. Sonnenschein pur. Erst kurz vor Ende des Schneesporttages zogen einige dunkle Wolken auf und es wurde auch merklich kälter. Doch da waren alle schon dabei, ihre gemieteten Schlitten abzugeben oder die Ski zusammenzuklemmen.
Doch wo waren wir denn überhaupt? In Grüsch-Danusa, einer eher kleinen Ski-Destination in Graubünden. Kleine Skigebiete haben den Vorteil, dass man sich gegenseitig zuschauen kann: die rund 40 Skifahrer und Snowboarder den Schlittlern und umgekehrt. Und so hörte man auch immer wieder Hopp-Rufe, etwa um den Schlittern vor einem furchterregenden Steilhang ordentlich Mut zu machen oder auch Bravo-Rufe, wenn einem Skifahrer ein besonders schöner Schwung gelungen war. Kurz: Die Stimmung war ausgesprochen gut. Das war auch beim Mittagessen so, wo man sich bei Spaghetti, Pommes und Chicken Nuggets bereits über die grossen Abenteuer des Vormittags wie bestandene Stürze und Fast-Kollisionen austauschen konnte, bevor’s dann am Nachmittag erneut auf die Pisten ging.
Mit einem besonders mutigen Schlittel-Duo gab’s noch ein kurzes Interview.
«Tiago und Grazia, ihr kennt euch ja schon ein wenig länger, ja?»
Tiago: «Ja, das kann man so sagen.» (Grazia nickt eifrig.)
«Und wie ging’s so zu zweit auf dem Schlitten, Tiago?»
Tiago: «Zuerst gab es ein paar kleine Schwierigkeiten (Grazia lacht etwas.). Immer wenn ich nach links steuern wollte, drehte Grazia den Schlitten nach rechts. So hatte ich in den Kurven logischerweise etwas Probleme. Doch bei der zweiten Abfahrt machte Grazia dann immer das, was ich wollte.»
«Und, Grazia, war Tiago ein guter Schlittel-Chef?»
Grazia: « Ja, Tiago hatte alles im Griff, super sogar. Doch beim Steilhang ganz am Anfang der Piste bin ich dann doch lieber abgestiegen und den ganzen Hang auf dem Hosenboden runtergerutscht. Sicher ist sicher.»
Für die Oberstufe: Peter Nef
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